Tierärztliche Fakultät
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Wissenschaftspreis für Tiermedizinerinnen

27.10.2015

HSS Wissenschaftspreis 2015 (1)

Bild (von links):

Dr. Elke Rauch, Dr. Shana Bergmann, Prof. Dr. Dr. Manfred Gareis, Christine Westermaier, Katharina Wilutzky

 

Für ihre Forschungsleistungen zum Tierschutz und zur Tiergesundheit hat eine Arbeitsgruppe von vier Tierärztinnen aus dem Lehrstuhl für Tierschutz, Verhaltenskunde, Tierhygiene und Tierhaltung (Prof. Dr. Dr. Michael Erhardt) der Tierärztlichen Fakultät kürzlich den mit 10.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis der Heinrich-Stockmeyer-Stiftung erhalten. Der Preis wurde im Rahmen der 56. Arbeitstagung Lebensmittelhygiene in Garmisch-Partenkirchen durch den Vorsitzenden des Stiftungskuratoriums, Prof. Dr. Dr. habil. Manfred Gareis, verliehen (http://www.heinrich-stockmeyer-stiftung.de).
In einer zweijährigen Studie führten unter der wissenschaftlichen Betreuung von Dr. Shana Bergmann und Dr. Elke Rauch die beiden Doktorandinnen Christine Westermaier und Katharina Wilutzky vergleichende Untersuchungen zur Tiergesundheit bei konventionell und alternativ gehaltenen Masthühnern durch.
Die Forscherinnen zeigten, dass sich langsamer wachsende Masthühner unter verbesserten Haltungsbedingungen, wie sie das Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes fordert, messbar wohler fühlen – sie zeigten einen deutlich verbesserten Status der Fußballengesundheit, eine insgesamt höhere Agilität und eine geringe Anfälligkeit für Krankheiten, was sich u.a. durch einen Verzicht von Antibiotikagaben in dieser Gruppe ausdrückte.
Das Fleisch von Tieren, die unter diesen neuen Aufzuchtkonzept gezüchtet wurden, gibt es bereits im Handel - zu einem Mehrpreis von etwa 30 Prozent gegenüber Geflügelfleisch von konventionell gemästeten Tieren.
Mit der Auszeichnung will die gemeinnützige Heinrich-Stockmeyer-Stiftung Arbeiten mit besonderem Praxisbezug und anwendungsorientierte Forschung zur Erzielung von mehr Lebensmittelsicherheit fördern und damit zur Stärkung des Verbrauchervertrauens in die Qualität von Lebensmitteln beitragen.

Prof. Dr. M. Gareis

 

Mehr Informationen zum Heinrich-Stockmeyer-Wissenschaftspreis finden Sie hier. (pdf 148 kB)