Tierärztliche Fakultät
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Neue Datenbank für palaeoanatomische Anwendungen

Diplomarbeit von Jana Lamprecht

18.10.2008

Am Institut für Palaeoanatomie und Geschichte der Tiermedizin werden u.a. bei Ausgrabungen gefundene Tierüberreste für die Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen analysiert. Die dabei gewonnenen Knochenbeschreibungen werden zur späteren Verwendung in einer Datenbank gespeichert. Bislang konnte diese Datenbank ausschließlich direkt vor Ort, am Institut, genutzt werden, weswegen Funde an den Ausgrabungsstätten zunnächst anderweitig dokumentiert werden mußten.

In Kooperation mit dem Institut für Informatik der LMU München, Lehr- und Forschungseinheit für Datenbanksysteme, wurde im Rahmen einer Diplomarbeit nach Lösungsmöglichkeiten gesucht, den Zugriff auf die Datenbank auch von den Ausgrabungsstätten aus zu ermöglichen, selbst wenn ein Internetzugang nicht dauerhaft zur Verfügung steht. Dazu wurde auf jedem Laptop der Mitarbeiter lokal eine Datenbank installiert, deren Datenbankschema dem der bestehenden Datenbank entspricht, so daß ein Mitarbeiter Datenänderungen lokal vornehmen kann. Seine Änderungen kann er später automatisch in die zentrale Datenbank am Institut überspielen und sich durch andere Mitarbeiter vorgenommene Änderungen auf seine lokale Datenbank holen.

Für die Umsetzung dieses automatischen Datenaustauschs wurde zunächst analysiert, welche theoretischen Konzepte zur Verfügung stehen. Insbesondere wurde hierbei auf die drei Punkte "Replikation", "Synchronisation" und "Fehlertoleranz" eingegangen. Anschließend wurde ein auf das vorhandene System zugeschnittenes Konzept entwickelt, das beschreibt, wie das alte System anzupassen ist. Der praktische Teil befaßte sich abschließend mit der eigentlichen Implementierung, v.a. damit, welche Anpassungen am vorhandenen Datenbankschema und der bestehenden Software vorgenommen werden mußten. Insgesamt entstand so ein "Intermittently Synchronized Database System".