Tierärztliche Fakultät
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Sitzung der Münchener Tierärztlichen Gesellschaft

15.06.2016


Münchener Tierärztliche Gesellschaft
Gegr. 1873
Veterinärstr. 13, 80539 München
Gemeinsam mit dem Tierärztlichen Bezirksverband Oberbayern


E I N L A D U N G


zur Sitzung am
Mittwoch, den 15. Juni 2016
Hörsaal der Chirurgischen Universitätstierklinik München,
Königinstr. 14, 80539 München


Programm


Klinische Falldemonstration: 18:00 s.t. bis 18:30 Uhr
Prof. Dr. Dr. habil. Rüdiger Korbel
Dipl. Europ. Coll. Zoo. Med. (Avian), FTA Geflügel einschl. TG Tauben, Zier-, Zoo-, Wild- und Greifvögel
Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Zierfische der LMU München, Oberschleißheim

Wie behandle ich Befiederungsstörungen beim Vogel?
Befiederungsstörungen stellen in der tierärztlichen Praxis eine der am weitesten verbreiteten Problemkreise bei gleichzeitig schwieriger und nicht selten aufwendiger Methodik zur Diagnosestellung dar. Häufig werden Befiederungsstörungen durch haltungs- und verhaltensbedingte Ursachen sowie Störungen in der Tier - Tierhalterbeziehung hervorgerufen. Im Rahmen des klinischen Untersuchungsgangs können sich ohne aufwendige Spezialuntersuchungen wichtige Hinweise auf den zugrunde liegenden Problemkomplex ergeben, wenn diese entsprechend durchgeführt werden.


anschließend


Hauptvortrag – ab 18.30 Uhr
Prof. Dr. Nicole J. Saam
Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Methoden der empirischen Sozialforschung, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

Die Mensch-Tier-Beziehung in der Ziervogelhaltung und ihr Einfluss auf die tierärztliche Therapie
Die beste tierärztliche Diagnose und der beste Therapievorschlag helfen wenig, wenn der Tierbesitzer oder die Tierbesitzerin die Therapie verweigert oder unterläuft. Für das Tier und seine Gesundheit ist das Verhalten des Tierhalters daher von zentraler Bedeutung – jedoch bisher kaum untersucht. Von welchen Faktoren hängt dieses Verhalten ab? Können Tierärztinnen und Tierärzte darauf Einfluss nehmen? Der Vortrag stellt die Ergebnisse einer interdisziplinären, tiermedizinisch-sozialwissenschaftlichen Studie vor, in der das Verhalten von Vogelbesitzern mit Methoden der empirischen Sozialforschung untersucht wurde. Unter anderem zeigt sich, dass das Verhalten der Vogelbesitzer von der Beziehung zu ihrem Vogel abhängt. Statistische Analysen (insbes. Faktorenanalyse, Clusteranalyse, Logistische Regressionen) zeigen, welche Beziehungsdimensionen relevant sind und welche Bedeutung ihnen im Vergleich zu anderen Merkmalen wie beispielsweise den Kosten der Therapie, dem Bildungshintergrund, dem Geschlecht und Alter des Vogelbesitzers und der Vogelart zukommt.

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