Tierärztliche Fakultät
print

Links und Funktionen

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Wahlpflichtfächer

WPF: „Praktische Fallbesprechungen beim Wiederkäuer“

Dozenten: G. Knubben, A. Lorch, M. Metzner, A. Pfitzner; F. Trefz
Teilnehmer: 6. und 7. Semester
Semesterwochenstundenaufwand: 1 Stunde
Termine: 2 Kurse pro Semester à 6 Doppelstunden mit je 8 Studierenden
Maximale Teilnehmerzahl: 16 pro Semester

Inhalte:
Die Wahlpflichtveranstaltung „Praktische Fallbesprechungen beim Wiederkäuer“ wird durch Dozenten der Klinik für Wiederkäuer mit Ambulanz und Bestandsbetreuung geleitet.

Im Rahmen der Wahlpflichtveranstaltung werden klinische Fälle beim Wiederkäuer am Patienten besprochen:

  • Durchführung der klinischen Untersuchung am Patienten, fallweise mit weiterführender Untersuchung (u.a. Blutprobenentnahme, Pansensaftentnahme)
  • Durchführung von diagnostischen Maßnahmen (u.a. Ultraschall, Endoskopie, Punktionen)
  • Erarbeitung und Besprechung von Differenzialdiagnosen
  • bei geeigneten Fällen Durchführung therapeutischer Maßnahmen und operativer Eingriffe

Lernziele:

  • Die Studierenden üben die klinische Untersuchung und vertiefen ihre Kenntnisse darin.
  • Die Diagnosefindung durch differenzialdiagnostische Aufarbeitung der erhobenen Befunde wird eingeübt. Das Wissen über wichtige Rinderkrankheiten wird hierbei vermittelt.
  • Praktische Fertigkeiten bei Probenentnahmen und Therapie werden trainiert.

WPF: „Training reproduktionsmedizinischer Methoden und Techniken, Teil 1 und 2“

Dozent: H. Zerbe, W. Petzl, F. Weber, M. Hipp, D. Klaus, P. Steckeler, A. Helfrich
Extern: M. Esch, L. Simmet, C. Baumgartner, J. Scherzer, E. Wolf, C. Otzdorff, S. Nüske
Teilnehmer: 6. und 7. Semester
Semesterwochenstundenaufwand: 2 Stunden
Maximale Teilnehmerzahl: 16
Auswahl: schriftliche Bewerbung im 5. Semester

Inhalte:
Die Wahlpflichtveranstaltung „Training reproduktionsmedizinischer Methoden und Techniken“ wird durch Dozenten des Zentrums für Translationale Reproduktionsmedizin der LMU München und durch reproduktionsmedizinisch und –biologisch assoziiert arbeitenden Dozenten aus externen kooperierenden Einrichtungen durchgeführt.

Im Rahmen der Wahlpflichtveranstaltung werden folgende Themen und Kurse angeboten:

  • Training „Gynäkologische Untersuchung beim Rind (Organ-Training)“ – wiederholt (KfW/LVG)
  • Training „Gynäkologische Untersuchung beim Rind (am Tier)“ – wiederholt (KfW/LVG)
  • Training „Künstliche Besamung beim Rind (am Tier)“ (KfW/LVG)
  • Seminar und Übung „Techniken der Mastitisdiagnostik im Feld“ (LMU/TGD Bayern)
  • Exkursion zu einer Biotechnologie-Firma (Fa. Minitüb)
  • Exkursion zum Milchprüfring Bayern e.V.
  • Tagespraktikum an den Routinetätigkeiten in der Besamungsstation Grub (Bayern Genetics)
  • Seminar „Biotechnische Verfahren in der Tierzucht - OPU, IVF, Kloning“ (LS Molekulare Tierzucht und Biotechnologie/LfL)
  • Demonstration und Übung „Embryotransfer beim Rind“ (LS Molekulare Tierzucht und Biotechnologie/LfL)
  • Demonstration und Übung „OPU beim Rind“ (LS Molekulare Tierzucht und Biotechnologie/LfL)
  • Training „Puerperalkontrollen beim Rind“ (Training am Tier) – wiederholt (KfW/LVG)
  • Bestandsdiagnostik „Fruchtbarkeit beim Rind am Gut Achselschwang“ (LfL)
  • Seminar „Hormonelle Diagnostik und Therapie beim Rind“ (KfW)
  • Übung „Andrologie u. Spermatologie beim Wiederkäuer“ (KfW/LVG)
  • Training „Gynäkologie und KB beim Schwein“ (Klinik für Schweine)
  • Bestandsbesuch „Fruchtbarkeitsmanagement beim Schwein“ (Klinik für Schweine)
  • Organtraining mit Schwerpunkt - Gynäkologie Rind (Schlachthof Buchloe)

Lernziele:
Die Studierenden wenden Basiskenntnisse zur Reproduktionsbiologie auf konkrete reproduktionsmedizinische Fragestellungen (überwiegend) beim Wiederkäuer an.

Sie durchlaufen ein Programm aufeinander aufbauender Module. Im Programm sollen reproduktionsmedizinische Methoden und Techniken trainiert werden.

WPF: „Methoden und Techniken der Bestandsbetreuung, Teil 1 bis 3“

Dozenten: Mansfeld, Martin, Bellof (Teil 3), Schmid (Teil 3)
Teilnehmer: 5. (Teil 1), 6. (Teil 2) und 7. (Teil 3) Semester
Semesterwochenstundenaufwand: Teil 1 und 2: jeweils 1 Stunde, Teil 3: 2 Stunden
Maximale Teilnehmerzahl: Teil 1 und 2: jeweils 20, Teil 3: 12
Auswahl: Teil 1 und 2: offene Listen, Teil 3: Setzliste

Allgemeines:
Die Anforderungen an Tierärztinnen und Tierärzte, die Milchviehbestände betreuen, sind in den letzten beiden Jahrzehnten immens gestiegen. Neben den traditionellen kurativen Tätigkeiten wird im Rahmen der "Integrierten Tierärztlichen Bestandsbetreuung" in zunehmendem Maß ein fachspezifisches, zielgerichtetes Beratungsangebot gefordert. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen landwirtschaftliche Betriebe mit einem ganzheitlichen Ansatz analysiert werden, der nicht nur die Einzeltiergesundheit umfasst, sondern alle Faktoren, die die Tiergesundheit beeinflussen, insbesondere Haltung, Fütterung und Management. Eine Beeinflussung dieser Faktoren ist durch die Tierärztinnen und Tierärzte nur indirekt möglich, d.h. durch kompetente Beratung der Betriebsleiter.
Um diese Beratungstätigkeiten und die Kooperationen mit landwirtschaftlichen Beratern schon frühzeitig im Studium zu fördern, wurde an der Klinik für Wiederkäuer mit Ambulanz und Bestandsbetreuung der LMU München ein dreisemestriges Wahlpflichtfach entwickelt.

Inhalte:
Teil 1 (5. Semester): Es wird anhand eines multimedial aufbereiteten „virtuellen Milchviehbetriebs“ der Ablauf einer Bestandsuntersuchung gelehrt und detailliert trainiert. Dabei wird insbesondere auf die systematische Vorgehensweise und die Interpretation tierspezifischer Indikatoren Wert gelegt.


Teil 2 (6. Semester): Bereits erlernte und weitere Methoden und Techniken der Bestandsbetreuung, wie z.B. das Body Condition Scoring/die Rückenfettdickenmessung, werden gelehrt und praktisch trainiert. Komponenten einer Bestandsuntersuchung werden in einem realen Milchviehbetrieb unter Anleitung geübt. Nach Aufnahme der Befunde und Daten auf dem Betrieb analysieren die Studierenden die Betriebssituation, erarbeiten Vorschläge für eine Betriebsoptimierung und stellen diese im Rahmen der Gruppenarbeit vor. Es werden auch Grundlagen der Beratungstechnik vermittelt.


Teil 3 (7. Semester): Im Rahmen einer interdisziplinären Kooperation mit dem Masterstudiengang „Agrarmanagement" der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf/TU München führen die Studierenden gemeinsam mit Studierenden aus Weihenstephan selbstständig Bestandsuntersuchungen und Analysen in Milchviehbetrieben durch. Dafür besuchen die Studierenden in gemischten Gruppen selbstständig ausgewählte Milchviehbestände. Die Kleingruppen entwickeln anhand der Untersuchungsergebnisse bestandsspezifische Beratungskonzepte, die Vorschläge zur Fütterungs-, Haltungs- und Managementoptimierung enthalten. Diese Konzepte werden zuerst mit den beteiligten Dozenten in der Gruppe besprochen, anschließend den jeweiligen Betriebsleitern vorgestellt und mit diesen diskutiert.
Die Veranstaltungen dieses Wahlpflichtfachs bauen aufeinander auf. Das Vorgehen entspricht der Lehrpyramide nach Miller (1990), die vom „Wissen" über „Wissen wie", „Zeigen wie" zum selbstständigen „Tun" führt.

Lernziele:
Die Teilnehmer beherrschen am Ende der Veranstaltung das Vorgehen bei einer umfassenden Bestandsuntersuchung / Bestandsanalyse auf Basis erlernter theoretischer Grundlagen und der eigenen Erfahrung im Rahmen der praktischen Anwendung. Sie lernen außerdem Grundlagen von Beratungstechniken, die Kommunikation mit landwirtschaftlichen Tierhaltern und die Kooperation mit landwirtschaftlichen Beratern kennen.

WPF: „Angewandte Epidemiologie in der Tiermedizin“

Dozenten: Mansfeld, Knubben, Schick, Sauter-Louis, Müller, Hautmann, Neuendorf
Teilnehmer: 7. Semester
Semesterwochenstundenaufwand: 1 Stunde
Maximale Teilnehmerzahl: 20

Allgemeines:
Die Epidemiologie als Lehre von der Krankheitsentstehung und -verbreitung im weitesten Sinn, die sich vor allem mit der Verhütung und der Kontrolle von Krankheiten in Populationen und in diesem Zusammenhang mit unterschiedlichsten gesundheitsrelevanten Faktoren beschäftigt, stellt unter anderem eine wichtige wissenschaftliche Basis moderner Konzepte des Tiergesundheitsmanagements und des gesundheitlichen Verbraucherschutzes dar. Dabei geht es nicht nur um die klassische Infektionsepidemiologie, vor allem im Rahmen der Tierseuchen- und Zoonosen-Bekämpfung, sondern auch um nicht belebte, die Gesundheit beeinflussende Faktoren, die in modernen Tierhaltungs- und Management-Systemen zum Tragen kommen. In die tierärztliche Bestandsbetreuung integrierte Qualitätssicherungssysteme sind EU-weit ebenso von gesellschaftlicher Relevanz wie die Tierseuchenbekämpfung, das Zoonosen-Monitoring und die Lebensmittelüberwachung. Die Epidemiologie ist, besonders aufgrund ihrer großen Bedeutung für die öffentliche Gesundheit (Veterinary Public Health [VPH]), ein wichtiges tierärztliches Betätigungsfeld und Forschungsgebiet mit erheblichem Wachstumspotential.


Inhalte1):

  • Instrumente und Organisation epidemiologischer Fragen auf EU-Ebene
  • Epidemiologische Ermittlungen im Tierseuchenfall
  • Angewandte Infektionsepidemiologie (EHEC, TBC bei Rind, Wild und Mensch)
  • Risikoanalyse und Labordiagnostik als Werkzeuge in der Bestandsbetreuung
  • Verbreitung von Parasiten
  • Bekämpfung der Fasciolose
  • Selektive Entwurmung bei kleinen Wiederkäuern
  • Epidemiologie und Bekämpfung der Trichinellose
  • Bekämpfung der Paratuberkulose
  • Antibiotika-Resistenzen (Entstehung, Verbreitung, Situation in Bayerischen Rinderbeständen)

1) Themen können sich aufgrund aktueller epidemiologisch interessanter Geschehnisse ändern

Lernziele:
Kennenlernen der praktischen Anwendung epidemiologischer Grundlagen; insbesondere erhalten die Teilnehmer einen Einblick in die praktische Tierseuchen- und Zoonosen-Bekämpfung und deren Bedeutung für die Lebensmittelsicherheit an Hand von Beispielen. Fähigkeit zur Einschätzung und kritischen Nutzung epidemiologischer Erkenntnisse und Methoden für die Diagnostik, auch im Rahmen der Bestandstiermedizin.

WPF: „Klauenerkrankungen, Diagnostik und Therapie“

Dozenten: M. Feist, R. Kellner, T. Tschoner
Teilnehmer: 6. und 7. Semester
Semesterwochenstundenaufwand: 2 Stunden
Termine: 2 Kurse im Semester à 6 Doppelstunden, mit je 12 Teilnehmern
Maximale Teilnehmerzahl: 24 pro Semester

Inhalte:
Die Wahlpflichtveranstaltung „Klauenerkrankungen beim Rind - Diagnostik und Therapie“ wird durch Dozenten der Klinik für Wiederkäuer mit Ambulanz und Bestandsbetreuung geleitet.

Im Rahmen der Wahlpflichtveranstaltung bieten wir folgende Themen und praktische Übungen an:

  • Demonstration und Übung: Anatomische Verhältnisse und Präparationsübung an der Rinderzehe, inklusive diagnostischer Gelenkspunktionen an der Rinderzehe
  • Training: Funktionelle Klauenpflege
  • Seminar: Übersicht der Klauenerkrankungen beim Rind einschließlich Röntgenuntersuchung
  • Demonstration und Übung: Anbringen von Klauenkothurnen verschiedener Art, Verbandstechniken an der Rinderzehe
  • Demonstration und Übung: Klauenoperationen: Klauenerhaltende Operationen und Klauenamputationstechniken
  • Demonstration: Lahmheitsuntersuchung am Patienten, lokalanästhetische Techniken an der Rinderzehe

Lernziele:
Die Studierenden lernen in der Gruppe die Durchführung der funktionellen Klauenpflege, sie können nach einer Lahmheitsuntersuchung mittels der Kursinhalte und durch die erworbenen Grundkenntnisse Klauenerkrankungen erfolgreich erkennen und behandeln.


WPF: „Einführung in die funktionelle Klauenpflege“

Dozent: Stefan Nüske
Teilnehmer: ab dem 5. Semester
Semesterwochenstundenaufwand: 2 Stunden
Maximale Teilnehmerzahl: 9

Inhalte:
Das WPF bietet eine theoretische und praktische Einführung in die funktionelle Klauenpflege und schafft Grundlagen für die Nutzung der funktionellen Klauenpflege als Instrument der intensiven Bestandsbetreuung. Über die Pflege hinaus werden die Erkennung lahmer/pflegebedürftiger Kühe, mögliche Ursachen für Lahmheit, Zusammenhänge zwischen Lahmheit und Stallbau, die Bedeutung der Hygiene im Stall und häufige Fehler in der Klauenpflege diskutiert. In Theorie und Praxis werden anfallende Erkrankungen der Klauen am Tier besprochen, behandelt und in der Nachbehandlung diskutiert. Dabei kommen Entlastungsysteme und Verbandmaterialien zum Einsatz.
Vor der Arbeit an Kühen das LVG wird intensiv an Klauenabschnitten vom Schlachthof München gearbeitet.

Lernziele:

  • Grundlagen der funktionellen Klauenpflege in Theorie und Praxis
  • Erkennung und Behandlung von Lahmheiten und Klauenerkrankungen
  • Anbringen von Entlastungssystemen und Verbänden an der Klaue
  • Werkzeugkunde