Tierärztliche Fakultät
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Sitzung der Münchener Tierärztlichen Gesellschaft

13.12.2017

Münchener Tierärztliche Gesellschaft
Gegr. 1873
Veterinärstr. 13, 80539 München
Gemeinsam mit dem Tierärztlichen Bezirksverband Oberbayern

E I N L A D U N G

zur Sitzung am
Mittwoch, den 13. Dezember 2017
Hörsaal der Chirurgischen Universitätstierklinik München,
Königinstr. 14, 80539 München

Programm
Klinische Falldemonstration: 18:00 s.t. bis 18:30 Uhr

TÄ Saskia Triebel
Wiss. Mitarbeiterin der Chirurgischen und Gynäkologischen Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians Universität München


Wundheilungsstörungen erkennen und erfolgreich behandeln – ein Klinischer Fall
Wir stellen Ihnen eine Mischlingshündin mit schweren Wundheilungsstörungen nach Lipomentfernung vor. Um entsprechende Patienten erfolgreich zu behandeln, ist es notwendig, die Ursachen für die Wundheilungsstörung zu beheben und den Gesamtzustand des Patienten zu erfassen, um eine erfolgreiche Therapie zu planen. Gelingt dies, haben auch schwere Fälle bei adäquater Therapie eine gute Chance auf Heilung.


anschließend

Hauptvortrag – ab 18.30 Uhr


Dr.med.vet. Mirja Nolff
Wiss. Mitarbeiterin der Chirurgischen und Gynäkologischen Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians Universität München,
Fachtierärztin für Kleintiere, Resident des European College of Veterinary Surgeons (ECVS)


Treating the bad and the ugly – komplexe Wunden erfolgreich behandeln!

Die offene Versorgung komplexer Wunden macht in der Humanmedizin jährlich einen milliardenschweren Anteil der medizinischen Kosten aus. Auch in der Veterinärmedizin sind ausgedehnte Verletzungen eine häufige Indikation für eine chirurgische Intervention. Während ein Primärverschluss in sauberen, nicht infizierten, lokal begrenzten Wunden oftmals möglich ist, stellen insbesondere infizierte Wunden, Wunden mit ausgedehnter Gewebsnekrose, Wunden mit ausgedehntem Gewebsverlust sowie Wunden mit bradytrophem Gewebsgrund oder beeinträchtigter vaskulärer Versorgung eine besondere Herausforderung dar. Zudem sind bei der Versorgung infizierter Wunden zunehmend multiresistente Erreger im Spiel, die den Erfolg einer Therapie beeinflussen können. Moderne Verfahren der Wundtherapie müssen aus diesem Grund darauf ausgerichtet sein, die Keimlast- abseits von Antibiotikaeinsatz- zu reduzieren, die Durchblutung der Wunde zu verbessern und durch Beschleunigung von Granulation, Kontraktur und Organisation der Wunde zu einem möglichst schnellen Verschluss führen. In diesem Zusammenhang konnten wir in verschiedenen Studien zur Vakuumassistierten Therapie belegen, dass diese Therapieform im Bereich von ‚Problemwunden‘ zu einer deutlichen Beschleunigung der Heilung führen kann. Im Rahmen des Vortrags werden die verschiedenen Indikationen, Wirkmechanismen und Grenzen der Vakuumassistierten Therapie aufgeführt.

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